Kein „Marsch für das Leben“!

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Die am »Marsch« beteiligten Gruppen betrachten jeden Schwangerschaftsabbruch als »vorgeburtliche Kindstötung«, die verboten und bestraft gehöre. Sie sprechen damit allen Menschen, die schwanger werden können, dementsprechend vor allem Frauen_Lesben_Trans*_Inter* (kurz: flti*), das Recht ab, über ihr Leben und ihren Körper selbst zu bestimmen. 

Die meisten der Abtreibungs-Gegner_innen sind christliche Fundamentalist_innen. Sie kämpfen für eine Gesellschaft, die auf der bürgerlichen Kleinfamilie, Zweigeschlechtlichkeit, Trans*feindlichkeit, einer strengen Sexualmoral, Verbot von Homosexualität und auf »Schicksals«- und Obrigkeitsergebenheit beruht. Sie können sich hierbei einer wachsenden gesellschaftlichen Akzeptanz sicher sein. So stieg die Zahl der Teilnehmer_innen des Berliner »Marsches« von 2008 bis 2013 von 1000 auf über 4.000 an.

Prominente Unterstützung kam 2013 vor allem aus dem rechts-konservativen Lager, so zum Beispiel von der Zivilen Koalition e.V. und deren Sprecherin Beatrix von Storch (AfD), die in der ersten Reihe lief. Aber auch die CDU/CSU trug mit einem Grußwort durch Volker Kauder bei.

Mit dem “Marsch für das Leben” wollen christliche Fundamentalist*innen und andere Abtreibungsgegner*innen für ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen am 20. September 2014 in Berlin demonstrieren. Wir werden den Marsch laut, bunt und mit vielfältigen Aktionen entgegentreten und rufen alle emanzipatorischen Menschen auf, ebenfalls gegen diese antifeministische Veranstaltung aktiv zu werden. Wir rufen dazu auf, sich an unserer feministischen Demonstration zu beteiligen.

Termindaten
Datum: 
Samstag, 20. September 2014 - 11:30
Typ der Veranstaltung: 
Demonstration
Ort der Veranstaltung: 
U-Bhf. Kochstraße
Stadt: 
Berlin