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Aktionstag 17.09.2009, Berlin

Im Rahmen des bundesweiten Krisen-Aktionstages am 17.09.2009 fuhren die TeilnehmerInnen zwischen den Kundgebungen umsonst.

Ein kleiner Bericht aus Berlin.

Beim Jobcenter Mitte ging es los. Mit etwa 30 Menschen, dazu zählten auch "KundInnen" des Jobcenters, ging es Richtung S-Bahn. Dort teilte sich die Gruppe, um systematisch von beiden Enden der Bahn sich zum Mitte hin zu bewegen. Bei jeder Gruppe waren zwei "Kontrolleure" dabei.

"Guten Tag, die Fahrausweise bitte!" Sofort ging das kramen los, viele zeigten sich erschrocken. Einer versuchte sogar aus der Bahn rauszukommen, die Türen waren noch nicht ganz geschlossen. Aber ziemlich schnell löste sich die Spannung. Mit guter Laune wurden Umsonstkarten verteilt. Argumente über Umweltschäden, die von Autos verursacht werden, Staatsinvestitionen in Autobahnen, Abwrackprämien und die hohen Preise für den Nahverkehr, die für viele schwer zu bezahlen sind, wurden ausgetauscht. So manch eine/r freute sich über die Aktion, manche schlossen sich spontan an. Manchmal kam auch Verwirrung auf: ob es wirklich möglich wäre, mit den Umsonstkarten durch Berlin zu fahren? war eine oft gestellte Frage. Es musste darauf hingewiesen werden, dass die echten Kontrolleure und die BVG die Umsonstkarten (noch) nicht akzeptieren würden.
Von Aktion zu Aktion wurde die Gruppe größer. Vom Fehrberliner Platz ging es gemeinsam zum Wittenbergplatz und dann zum "Banküberfall". Schließlich reisten alle samt Polizeieskorte umsonst Richtung Kreuzberg.

Der Traum von einer autofreien Stadt und kostenlosem Nahverkehr für alle wurde zwar noch nicht erfüllt, aber alle waren sich einig: Umsonst fahren ist die Zukunft. Wir kommen wieder!