Interventionistische Linke

Die Interventionistische Linke hat als Strömungsbündnis ihre Ursprünge in den 1990er Jahren als informelles Treffen von undogmatischen radikalen Linken in Deutschland. War sie anfangs stark von Umbruch und nötigem Antifaschismus geprägt, hat sich das Themenspektrum stark diversifiziert - so gewann die "soziale Frage" sowie die Themen "Antimilitarismus" und "Internationalismus" immer mehr an Relevanz. Das Projekt der jüngeren Vergangenheit, mit der die IL erstmalig als Akteur in die Öffentlichkeit trat und gleichzeitig die Fähigkeit zur praktischen Zusammenarbeit erwiesen hat, war zweifellos Heiligendamm 2007, wo sie u. a. federführend die Aktion "Block-G8" beteiligt war. http://www.dazwischengehen.org/

Workshop zur Eurokrise

Angesichts der aktuellen Krise des Euroraumes zeigt sich, wie viele Fragezeichen und Unklarheiten es in der radikalen Linken zu diesem Thema gibt. Und das obwohl europäische Staatlichkeit – nicht nur in der Krise, sondern auch in ihrem Normalbetrieb – unseren Alltag und unsere politischen Kämpfe stark beeinflusst. Die derzeitige Sprachlosigkeit ist ein Resultat jahrzehntelangen Schweigens der radikalen Linken zum Thema Europa.

Workshop: 03.03.2012 | 11:00 | SfE | Mehringhof | Gneisenaustr. 2a | 2. Hof, 3. Aufgang, 3. Stock | U Mehringdamm (Berlin)

Aktionskonferenz gegen die autoritäre Krisenpolitik

Einladung zum europäischen Vernetzungstreffen in Frankfurt am Main (24.-26.02.2012)

2011 war ein Jahr, das vieles in Bewegung gesetzt hat: Inspiriert vom Aufbruch in Nordafrika demonstrierten rund um den Erdball immer wieder Hunderttausende gegen Unterdrückung und die globale Krise des Kapitals. In Griechenland fand ein Generalstreik nach dem nächsten statt. In Israel zogen riesige Demonstrationen gegen steigende Lebenskosten durch die Straßen, in Spanien kampierten Zehntausende auf den zentralen Plätze, und mit occupy entstand ausgehend von den USA eine weltweite, auch in Deutschland spürbare Bewegung, die zuletzt im Russland Putins und im nigerianischen Generalstreik Resonanzen fand.

Aktionskonferenz: 24.02.2012 | 19:30 | Studierendenhaus Campus Bockenheim (Frankfurt/Main)

OCCUPY TOGETHER! Kommt zum Forum der Menge!

Ein Textentwurf aus der internen Debatte der interventionistischen Linken (iL)
Kathrin Henneberger (Flickr)

Wir wollen, dass die interventionistische Linke den globalen Aktionstag am 15. Oktober unterstützt, zu dem Occupy together, democracia real ya und ungezählte Aktivist_innen auf der ganzen Welt aufrufen. Wir wollen das, obwohl uns wie allen anderen bis dahin kaum Zeit bleibt zur Vorbereitung der Aktionen, zum Schreiben der Manifeste, zur eigenen Aussprache über mögliche Forderungen, Losungen oder Erkennungsworte. An vielen Orten wird wenig, an einigen kann mehr geschehen; wir sehen keinen Grund, das Wagnis zu scheuen.

Radikaler Internationalismus

Moe Hierlmeier ist tot

Dass Moe nicht mehr da sein soll, ist für uns noch nicht zu begreifen. In seiner typisch ironischen Art schrieb er noch im Frühling, nachdem wir uns länger nicht gesehen hatten: „Sollen wir uns in diesem Leben noch mal treffen?“ Kürzlich in Nürnberg erzählte er von den Entwicklungen in der Interventionistischen Linken, wir sprachen über die BUKO und er skizzierte sein Projekt, angeregt durch die Lektüre von Rancière, Badiou und Žižek sowie durch das Kommunismus-Buch seines engen politischen Freundes Thomas Seibert, mittelfristig und ohne Zeitdruck ein Buch zum Thema politisches Ereignis zu verfassen.

Solidarität mit den Aufständen gegen die arabischen Diktaturen!

...die Erfahrung gemeinsamer Revolte kann euch und uns allen nicht mehr genommen werden...

Seit den Demonstrationen gegen die Ben Ali-Diktatur in Tunesien gerät die ganze nordafrikanische und westasiatische Region in Bewegung. Als sei ein bis dahin unüberwindlicher Staudamm aus Angst und Lethargie mit einem Mal gebrochen, erheben sich die Menschen von einem Land zum andern gegen ihre Diktatoren. Hunderttausende strömen auf die Straßen und Plätze und trotzen der Brutalität der Herrschenden und ihrer Schläger trotz hunderten von Toten und tausenden von Verletzten.

Die Krise denken.

Veranstaltung mit Andrea Fumagalli, Sandro Mezzadra, Judith Revel und Thomas Seibert

Wenn die Finanzkrise vorbei zu sein scheint, liegt das auch daran, dass sie längst zur Krise aller gesellschaftlichen Verhältnisse und damit des alltäglichen Lebens selbst geworden ist.

Podiumsdiskussion: 04.02.2011 | 20:00 | Roter Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin)

"Ist nach dem Schottern eigentlich vor dem Schottern?"

Eine offene Strategie-Konferenz der Interventionistischen Linken (IL)
Jakob Huber (Flickr)

Niemals zuvor wurde der Castor-Transport ins Wendland so lange aufgehalten wie in diesem Jahr. Das hört sich doch erstmal recht ordentlich an. Nach Erfolg. Und nach kollektivem Schulterklopfen. Mit etwas zeitlichem und emotionalem Abstand wollen wir nun zusammen mit IL-Genoss_innen und Freunden, mit Sympathiesant_innen und solchen, die es werden wollen, den „Erfolg“ etwas genauer unter die Lupe nehmen und das Gewesenen gemeinsam diskutieren.

Strategie-Konferenz: 12.12.2010 | 14:00 | Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin (Berlin)

26.11.: Sparpaket stoppen! Bundestag belagern!

Sagt JA zum NEIN! Am Tag X selbst abstimmen!
Sparpaket stoppen!

Am 26. November 2010 will die Bundesregierung ihr »Sparpaket« im Bundestag zur Abstimmung stellen. Ein Drittel der Sparmaßnahmen liegt im Sozialbereich. Es werden also insbesondere diejenigen belastet, die ohnehin schon wenig haben.

Wir werden als Akt des zivilen Ungehorsams mit möglichst vielen Menschen am Tag der Entscheidung den Bundestag belagern. Zusammen drücken wir mit unserer Belagerung ein unmissverständliches »Nein« gegenüber diesem Angriff auf unsere Interessen aus.

Bundestags-Belagerung: 26.11.2010 | 11:00 | Brandenburger Tor, Berlin (Berlin)

Castor Schottern 2010! Energiekonzerne vergesellschaften!

Eine Positionsbestimmung der Interventionistischen Linken im November 2010.

Jedes Mal wenn der Castor kommt, demonstrieren und blockieren tausende Menschen im Wendland. Auf Straße und Schienen drücken sie ihren Widerstand gegen den Atomstaat aus, der gegen den Willen großer Teile der Bevölkerung handelt und den Atommüll-Transport nach Gorleben mit einem Polizei-Großaufgebot durchsetzt. Die Aktionen sind stets vielfältig und gemeinsam ist ihnen die gegenseitige Solidarität. Das Neue dieses Jahr ist: Die Forderungen werden radikaler und die Aktionen breiter und mutiger - Castor Schottern 2010.

Castor: Last Call!

Letzter Infoabend vor dem Castor mit aktuellem Stand zu Anreise, Aktionen, Camps, Trainings vor Ort, Repression und Klärung noch offener Fragen
Infoveranstaltung: 01.11.2010 | 19:00 | Clash, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a (Berlin)

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