LagerinvenTour

"Dublin II" stoppen!

Aufstehen gegen Abschiebungen innerhalb Europas am 30. März

Wir alle kennen Abschiebungen – aber dass ein Drittel aller Abschiebungen innerhalb der EU stattfindet, könnte Vielen eher neu sein. Fast dreitausend sogenannte „Dublin-Überstellungen“ waren es im vergangenen Jahr aus Deutschland. Grundlage dafür ist die sogenannte Dublin II-Verordnung. Anders als der Name glauben macht, werden die Betroffenen jedoch nicht nach Dublin, sondern zumeist nach Rom, Mailand, Budapest oder Malta verfrachtet.

Protest: 30.03.2012 | 17:00 | Flughafen (Berlin-Tegel)
Tags: Dublin II, Abschiebung, Tegel, Widerstand

Proteste gegen Asylknast auf BBI-Großflughafen

Mit großen Feierlichkeiten soll am 24. Mai 2012 der neue Großflughafen in Berlin-Schönefeld eröffnet werden. Weit weniger bekannt ist, dass an diesem Stichtag auch ein Abschiebeknast für Flüchtlinge eröffnet werden soll – und zwar im Transitbereich eben jenes neuen Flughafens! Der Abschiebeknast auf dem Flughafengelände dient zur Sicherung eines speziellen verkürzten Asylverfahrens für Flüchtlinge, die auf dem Luftwege eingereist sind.

Protest: 24.05.2012 | (ganztägig) | Großflughafen BBI (Berlin-Schönefeld)
Tags: Großflughafen Schönefeld, Asylknast, Eröffnung, Proteste, BBI, BER

Kein BBI-Asylknast in Schönefeld!

Flüchtlingsaktivist_innen übergaben Protestnote an Innenministerium

Am vergangenen Dienstag, 24.1.2012, übergaben Flüchtlingsaktivist_innen vom Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg beim Innenministerium (BMI) in Berlin-Moabit eine Protestnote gegen die Einrichtung eines Asylgefängnisses auf dem neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg (BER). Mit der Übergabe sollte das direkte Gespräch mit dem Ministerium gesucht werden, welches am Flughafenasylverfahren festhält und den Bau eines Gewahrsams für Asylsuchende auf dem neuen Flughafen Schönefeld angeordnet hat.

Tags: Protestnote, BBI, Asylknast, Innenministerium, Bündnis gegen Lager, BER, Schönefeld

Abschiebehaft im Flughafen BBI verhindern!

Demonstration zum Abschiebeknast Berlin-Grünau am 10. Dezember 2011

Demonstration zum Abschiebeknast Berlin-Grünau 10.12.2011

Seit 1993 ist das Recht auf Asyl in Deutschland praktisch abgeschafft. Um 10.000 Abschiebungen pro Jahr sicherzustellen, wird massenhaft „polizeiliche Abschiebehaft“ angeordnet. Neben dem Abschiebeknast Berlin-Grünau, der 1994 eingerichtet wurde, soll nun im Transitbereich des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld eine weitere Haftanstalt gebaut werden. Unsere Demonstration am 10. Dezember richtet sich gegen das System der Abschiebehaft und gegen den Neubau auf dem BBI. Wir wollen uns mit einer großen Kundgebung vor dem Abschiebegefängnis Grünau mit den Inhaftierten solidarisieren.

Demonstration: 10.12.2011 | 15:00 | S-Bhf Spindlersfeld (Berlin)
Tags: Abschiebeknast, Abschiebelager, Demonstration, Grünau, BBI, Schönefeld, Kein Mensch ist illegal

Infos zum BBI-Abschiebeknast

Veranstaltung zum neuen Abschiebeknast auf dem Flughafen Berlin Brandenburg International

Seit 1993 ist das Recht auf Asyl in Deutschland praktisch abgeschafft. Um 10.000 Abschiebungen pro Jahr sicherzustellen, wird massenhaft „polizeiliche Abschiebehaft“ angeordnet. Neben dem Abschiebeknast Berlin-Grünau, der 1994 eingerichtet wurde, soll nun im Transitbereich des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld eine weitere Haftanstalt gebaut werden. Unsere Demonstration am 10. Dezember richtet sich gegen das System der Abschiebehaft und gegen den Neubau auf dem BBI.

Informationsveranstaltung: 02.12.2011 | 18:00 | K9 / Kinzigstr. 9, 10247 (Berlin)
Tags: Abschiebeknast, Abschiebelager, Abschiebung, Abschiebeknäste

Antirassistische Aktionstage

9. bis 11. Juni, Berlin

Interview mit Aktivist_innen der Kampagne am Mittwoch, den 8. Juni, zwischen 19 und 20 Uhr. Auf freien Radios in Halle, Berlin und Hamburg! Klickt einfach hier.

Tags: Antirassismus, Abolish Kampagne

Kundgebung für den Gutschein-Steik in Henningsdorf

Nach dem erfolgreichen Beginn des Gutschein-Boykotts am Mittwoch und unserer Kundgebung am Freitag, wollen wir jetzt weiter laut sein und zeigen, dass wir uns nicht mit einem bloßen Gespräch zufrieden geben. Der Sozialdezernent von Oberhavel hat ein solches für Donnerstag angeboten und die Kreisverwaltung hat zumindest eine “Beratung” über die Umstellung auf Bargeld angekündigt.
Gleichzeitig kündigte das Sozialamt an, die Gutscheinausgabe kommenden Mittwoch nachholen zu wollen. Zudem versuchen Angestellte vom Sozialamt einzelne Flüchtlinge anzusprechen und ihnen Gutscheine anzubieten, um unseren Streik zu brechen.

Kundgebung: 08.06.2011 | 10:30 | Heim Stolpe-Süd (Ruppiner Chaussee 19) (Henningsdorf)
Tags: Residenzpflicht, Flüchtlingslager, Gutschein-Streik

Kundgebung für den Gutschein-Steik in Henningsdorf

Nach dem erfolgreichen Beginn des Gutschein-Boykotts am Mittwoch und unserer Kundgebung am Freitag, wollen wir jetzt weiter laut sein und zeigen, dass wir uns nicht mit einem bloßen Gespräch zufrieden geben. Der Sozialdezernent von Oberhavel hat ein solches für Donnerstag angeboten und die Kreisverwaltung hat zumindest eine “Beratung” über die Umstellung auf Bargeld angekündigt.
Gleichzeitig kündigte das Sozialamt an, die Gutscheinausgabe kommenden Mittwoch nachholen zu wollen. Zudem versuchen Angestellte vom Sozialamt einzelne Flüchtlinge anzusprechen und ihnen Gutscheine anzubieten, um unseren Streik zu brechen.

Kundgebung: 06.06.2011 | 12:00 | Sozialamt Oranienburg (Adolf-Dechert-Straße 1) (Oranienburg)
Tags: Residenzpflicht, Flüchtlingslager, Gutschein-Streik

Die Gesellschaft des Spektakels

Antirassistisches Solitanzen

Auf die Ohren:

Ganz Gut - Sven Dohse - Lorena Lasanta - Hypnorex - Cath'n'Dan - Marcel Cluso - Por.No - Hagen Richter - Danjel Kläger - Leosa & Lindas Tante - paroid - Plüschgeknister - t.i.A & Florian Breitschneider - #jp+ - Affaire Zweifuss - Basscadett - Palindrome

Wir laden zum solidarischen Spektakel für’s Bleiben und für’s Gehen, wo und wohin wir wollen. Denn: Diskriminierende Gesetze gegen Flüchtlinge gehören abgeschafft

Solidaritätsparty: 24.06.2011 | 22:00 | :// about blank (Markgrafendamm 24, U-Bhf Ostkreuz) (Berlin)
Tags: Antirassismus, Abolish Kampagne

ABOLISH - Demonstration

Demonstration: 11.06.2011 | 15:00 | Pariser Platz (Berlin (S-Bhf Unter den Linden) )

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Arbeitsschwerpunkt der AG Internationale Solidarität

Stellt ein Flüchtling in Berlin oder Brandenburg einen Asylantrag, so wird er zunächst in einer sogenannten Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht. Nach der Anhörung (bei der die Flüchtlinge nicht nur nach ihren Fluchtgründen, sondern auch nach ihren Migrationsrouten befragt werden), werden sie auf verschiedene Lager in Berlin und Brandenburg verteilt. Es gibt derzeit 18 Lager in Brandenburg und 6 Lager in Berlin. Das Leben im Lager ist geprägt von Fremdbestimmung, Kontrolle und Isolation und geht einher mit weiteren Entrechtungsprozessen. So erhalten Flüchtlinge Lebensmittelpakete oder Gutscheine statt Bargeld, dürfen oftmals nicht arbeiten, kein Geld sparen, ihnen kann mittels der "Residenzpflicht" untersagt werden, ihren Landkreis zu verlassen und vieles mehr.

Um gegen das menschenverachtende und rassistische System der Lager aktiv zu werden, haben sich verschiedene antifaschistische und antirassistische Gruppen und Einzelpersonen, darunter zum Beispiel die Flüchtlingsinitative Berlin-Brandenburg, der Flüchtlingsrat Berlin sowie FelS, zum Bündnis gegen Lager (BgL) zusammengeschlossen.

Seit Ende 2009 besuchen verschiedene Gruppen des BgL im Rahmen der „LagerinvenTour“ regelmäßig Flüchtlingslager in Berlin und Brandenburg, um mit den Flüchtlingen in Dialog zu treten und gemeinsam politische Strategien gegen das Lagersystem zu entwickeln. Dafür wird eine Bestandsaufnahme der Zustände gemacht, Gespräche mit den Lagerbewohner_innen geführt und gemeinsam überlegt, wie ein gemeinsames Vorgehen von „Betroffenen“ und Unterstützer_innen aussehen kann.

Wir verstehen Lager als Teil des europäischen Grenzregimes, welches jedes Jahr Tausende von Menschen das Leben kostet. Gleichzeitig sind Lager als Teil des Abschiebesystem eines der sichtbarsten Ausdrücke von strukturellem Rassismus. Jedes Lager ist Teil dieses Systems, dienen sie doch dazu, Flüchtlinge und Migrant_innen zu kontrollieren und damit einen einfachen Zugriff auf sie zu haben. Die Institution Lager wurde geschaffen, um diskriminierende Ausschlüsse zu produzieren. Den Flüchtlingen soll gezeigt werden, dass sie nicht zur Mehrheitsgesellschaft gehören. Gleichzeitig wird der Mehrheitsgesellschaft vermittelt, dass die „Insass_innen“ gefährlich sein müssten, weil sie ja sonst nicht von staatlicher Seite gezwungen würden, in einem Lager zu leben.

Zur Zeit besuchen wir regelmäßig ein Lager in Brandenburg. Im Jahr 2011 soll eine Konferenz gemeinsam mit Flüchtlingen veranstaltet werden.

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