Am 31. Mai heißt es der autoritären und undemokratischen Politik von EZB als Teil der Troika ein klares »Nein! « entgegenzusetzen. An diesen Tag findet in Frankfurt (Main) der antikapitalistische Aktionstag statt, indem der Normalbetrieb von EZB und dem Bankenviertel versucht wird zu stören. Ein Tag später, dem 01. Juni, wird eine antikapitalistische Demonstration durch Frankfurt ziehen. Alle wichtige Informationen rund um Blockupy – Anreise, Aktionskonsens, Demonstrationsbild, Camp – findet ihr im nachfolgenden Artikel.
Es fehlen noch 95.000 Unterschriften bis zum 10. Juni
Es wird eng: Der Berliner Energietisch hat etwa 105.000 Unterschriften gesammelt (Stand: 18.5.), braucht aber bis zum 10. Juni 200.000, um das Volksbegehren erfolgreich abzuschließen und im Herbst einen Volksentscheid über die Rekommunalisierung der Berliner Stromversorgung zu erzwingen. Wir als FelS beteiligen uns an diesem gewinnbaren Kampf, um Auseinandersetzungen um Vergesellschaftung anzuzetteln und zu erproben. Mit demokratischen, sozialen und ökologischen Stadtwerken und Netzen wird eine ganz andere Energieversorgung konkret vorstellbar.
Die neoliberale Entwicklungsweise befindet sich spätestens seit dem 2007 einsetzenden Zusammenbruch der Weltwirtschaft in einer tiefen Krise, die sich aufgrund seiner Fragmentierung besonders stark innerhalb des europäischen Staatsapparate-Ensembles entfalten konnte. Um ein radikalisiertes „Weiter wie bisher“ trotz des wegbrechenden Konsenses durchsetzen zu können, kommt es zu einer Autoritarisierung der unterschiedlichen Maßstabsebenen des Ensembles. Die damit angesprochenen Verschiebungen werden an Projekten wie dem Fiskalpakt und der geplanten Fiskalunion augenscheinlich.
Vortrag/Diskussion:21.02.2013 | 19:00 | Monarch | Skalitzerstr. 134 | U Kottbusser Tor | Eingang zum Treppenhaus gegenüber des Imbisses MISIR CASISI, dann im 1. Stock links (Berlin)
Jobcenter, eine bezahlbare Wohnung finden, Arbeit suchen, sich vernetzen: Das sind die Herausforderungen, denen sich viele Neuberliner_innen aus Südeuropa in dieser Stadt stellen müssen. Auch wenn sie als EU-Bürger_innen im Vergleich zu anderen Migrant_innen nach wie vor privilegiert sind, stehen viele ihrer Freiheiten durch die Krise immer mehr zunehmend in Frage. Was bedeutet es aus den von der Krise besonders stark getroffenen Ländern wie Spanien, Italien oder Griechenland wegzuziehen? Wie ist es, an einem Ort anzukommen, von dem aus Sparmaßnahmen mit fatalen Folgen für Südeuropa vorangetrieben werden? Und wo gleichzeitig Sozialleistungen für EU-Bürger_innen eingeschränkt werden und das Jobcenter Anträge auf HartzIV massenhaft ablehnt?
It's no weekend getaway to travel from afar to Frankfurt and remain for some days. We don't have thermal blankets to offer. We know that resistance against the capitalist crisis is a social relation, whose place is daily life, everywhere. Still, it can be worth it to bring the struggles of daily life together in an exemplary manner. It can be worth it to set the political tone by ourselves.
Am 31. Mai werden wir gemeinsam mit vielen unterschiedlichen Menschen den kapitalistischen Normalbetrieb mit ungehorsamen Aktionen blockieren und ausbeuterische Arbeitsbedingungen vor Ort und weltweit angreifen. Dazu tragen wir unseren kreativen Widerstand in eine der umsatzstärksten Einkaufsmeilen Europas, die Frankfurter Zeil. Wir richten uns nicht gegen Beschäftigte oder Konsument_innen, sondern gegen die globalen Produktionsverhältnisse.
Auch in diesem Jahr wollen wir wieder mit euch nach Frankfurt fahren, um gemeinsam gegen das EU-Krisenregime zu protestieren. Nach den großen Blockupy-Protesten gegen die autoritäre Krisenpolitik der europäischen Regierungen und der Troika aus EZB, IWF und Europäischer Kommission im vergangenen Jahr hat sich in Europa nichts zum Besseren verändert, sondern im Gegenteil hat sich die Lage verschärft: In Spanien und Griechenland ist fast jedeR dritte erwerbslos, das Gesundheitssystem ist zusammen gebrochen, die Situation von Flüchtlingen ist europaweit katastrophal.
"Wir sind uns einig, dass Widerstand gegen die Krisenpolitik der EU geleistet werden muss". Dies war das einstimmige Fazit unserer Kundgebung am 13. März mit der Berliner Blockupy Plattform, Kotti & Co, dem Refugee Strike, dem Berliner Energietisch und dem Bündnis gegen Zwangsräumungen. Um die vielfältigen Formen des Widerstands sichtbar zu machen und über das Gemeinsame unserer Kämpfe zu diskutieren, wollen wir mit einer zweiten Kundgebung unseren Protest noch einmal nach Kreuzberg tragen.
Dieses Aktionstraining fokussiert auf Grundlagen für regelüberschreitende Massenaktionen. Was ist und wie kann sich eine Bezugsgruppe verhalten um handlungsfähig zu bleiben oder (wieder) zu werden? Was sind grundlegende Blockadetechniken und wie fühlen sie sich an? In Rollenspielen und gemeinsamer Diskussion werden verschiedene Szenarien durchgespielt und besprochen. Das Training orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Erwartungen der Anwesenden. Dauer ca. 5 Stunden.