Rechtsrock verhallt ungehört

Der Wahlkampfauftakt der NPD in Schöneweide wurde zum Flop
Foto: Björn Kietzmann

Mit Konzert und Kundgebung wollte die NPD am vergangenen Samstag den Wahlkampfauftakt zu den Abgeordnetenhaus-Wahlen 2011 einläuten. Die einschlägig bekannten Nazi-Bands "Exzess", "Kahlschlag" und "Totalverlust" sollten den Nachwuchs anlocken, so die Hoffnung. Gekommen waren letztlich nur 250 statt der angemeldeten 500 Nazis. Dank dem Engagement von rund 120 Antifaschist_innen, die den Nazis schon im S-Bahnhof Schöneweide durch Sitzblockaden den Weg versperrten, begann das Konzert eine Stunde später als geplant.

1000 Kreuze für das Leben? 1000 Kreuze in die Spree!

Christlichen Fundamentalismus stören

Zeitgleich zum NPD-Konzert am 18. September wollen christliche Fundamentalist_innen und selbsternannte Lebensschützer in Berlin erneut ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren. Die Lebensschützer, die Teil des christlichen Fundamentalismus sind, betrachten jeden Schwangerschaftsabbruch als vorgeburtliche Kindstötung, die verboten und bestraft werden sollte. Ihre Vorstellungen von Gesellschaft basieren auf einer rigiden Sexualmoral, dem Ideal der bürgerlichen Kleinfamilie, dem Verbot von Homosexualität und einem frauenfeindlichen Menschenbild. Bei einem Schweigemarsch wollen sie „1000 Kreuze für das Leben“ durch Berlin tragen.

Kundgebungen gegen den 1000-Kreuze-Marsch: 18.09.2010 | 14:30 | 12.30 Uhr, Neptunbrunnen (Alexanderplatz) und 14.45 Uhr, St. Hedwigs-Kathedrale (Bebelplatz) (Berlin)

Rechts rockt gar nicht!

Nazikundgebung und -konzert verhindern
Rechtsrock abdrehen

Am 18. September 2010 plant die NPD eine Kundgebung mit Rechtsrockkonzert in Berlin. Der Veranstaltungsort wird höchstwahrscheinlich in hinter dem S-Bhf. Schöneweide am Buswendeplatz liegen.

Demonstration / Kundgebung / Blockade: 18.09.2010 | 13:00 | S-Bahnhof Schöneweide (Berlin)

Kein Kiez für Nazis

Demo am Samstag gegen Naziübergriffe in Berlin-Weißensee

In ganz Berlin nehmen Nazi-Aktivitäten seit einiger Zeit massiv zu. Diese reichen von gesprühten Parolen über Überfälle auf Jugendzentren, alternative Projekte und Parteibüros der „Linken“ bis hin zu Mordversuchen (wie bspw. an zwei Iranern im September 2009). Zuletzt machten immer wieder Angriffe auf das alternative Kultur und Bildungszentrums (KUBIZ) und Haus der Jugend Bunte Kuh in Berlin-Weißensee Schlagzeilen.

Kommt alle am Samstag zur Kundgebung und Demo in Weißensee!

antifaschistische Demonstration: 28.08.2010 | 16:00 | Mahlerstr/Bizet Str. (Tram M4, M13, M12 bis Antonplatz) (Berlin-Weißensee)

Diskutieren und feiern

Straßenfest in der Neuköllner Weisestraße
Straßenfest Weisestraße

Neukölln ist hip. Neukölln ist in. Alles super, oder? Einkommenseinbußen, explodierende Lebenshaltungskosten und steigende Mieten, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, der Konflikt um die Nutzung des Tempelhofer Feldes, das JobCenter Neukölln, 1-€-Jobs und Sanktionierungen: Die Lebens-, Arbeits- und Wohnsituationen in Neukölln haben sich in den letzten Jahren für viele nicht gerade verbessert.

Straßenfest: 21.08.2010 | 16:00 | Weisestraße (zw. Selchower und Herrfurthstr.) (Berlin-Neukölln)

Gemeinsam die Kosten tragen

Bündnis „1. Mai-Nazifrei!“ ruft zu Spenden auf!

Es ist schon einige Wochen her: Nach ausgiebiger Vorbereitung und unter Beteiligung Zehntausender konnten wir den Naziaufmarsch am 1. Mai 2010 in Berlin stoppen. Leider sind aber die Kosten für die Aktivitäten (und kommende Ermittlungsverfahren) immer noch nicht gedeckt, daher gibt es einen Spendenaufruf von "1. Mai Nazifrei!". Gemeinsam haben wir den Naziaufmarsch gestoppt, lasst uns nun auch gemeinsam die Kosten tragen!

Bewegungsfreiheit geht anders!

Residenzpflicht bleibt Druckmittel

Die rot-roten Landesregierungen von Berlin und Brandenburg haben die Residenzpflicht für Flüchtlinge gelockert. Seit Donnerstag, dem 29. Juli 2010 können in Berlin und Brandenburg wohnende Asylbewerber_innen und Geduldete eine Dauererlaubnis beantragen, um sich auch im jeweiligen Nachbarbundesland frei bewegen zu können. Aber auch mit der neuen Regelung bleibt die Residenzpflicht ein Druckmittel auf Flüchtlinge, das abgeschafft werden muss.

Pro Protest!

Gemeinsam gegen den Bundesparteitag von „Pro Deutschland“

Ein breites Bündnis von radikalen Linken, Gewerkschaften, Parteien, MigrantInnen-Organisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen wird am Samstag gegen den Bundesparteitag von "Pro Deutschland" demonstrieren. Ziel ist es, den Parteitag der "geläuterten Nazis, Rassisten und Sozialdarwinisten" (aus dem Aufruf) durch Blockaden zu verhindern. Lasst uns gemeinsam den Parteitag der RechtspopulistInnen verhindern!

Samstag, 17.07. um 12 Uhr am Rathaus Schöneberg (Kennedy-Platz)

Wie jetzt? Transformationsstrategien II

arranca! Nr. 42 erschienen!
Cover arranca! Nr. 42

Was lange währt wird endlich gut: Die neue arranca! ist erschienen. Trotz der sich tagtäglich zupitzenden Auswirkungen der Krise taucht hierzulande das Gespenst einer besseren Gesellschaft nur selten auf. Anders bei der Autor_innenschaft der arranca!, die der Frage nach Veränderung, welche mehr sein möchte als Sozialstaatsromantik oder Luftschloss-Utopie, nachgeht. Die Fortsetzungsnummer zum Thema Transformationstrategien II ist ab jetzt in jedem gut sortierten Buchladen erhältlich!

“Rock für Deutschland“ abschalten!

Blockade zur Verhinderung von Nazi-Musikfestival in Gera

Am 10. Juli wollen in Gera Nazis erneut ihr „Rock für Deutschland“ feiern, das mit mindestens 4000 Teilnehmenden im vergangenen Jahr Europas größtes faschistisches Musikfestival war. Nach dem Vorbild der erfolgreichen spektrenübergreifenden Blockaden gegen Naziaufmärsche in Köln, Jena, Dresden und zuletzt am 1. Mai in Berlin soll den Nazis jedoch dieses Jahr in Gera der Stecker gezogen werden.

Seiten

Newsfeed der Startseite abonnieren